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Erklärung

objavio 22. tra 2017. 01:02 Vjernici za mir
"Proglas vjernika i vjernica za mir" na njemačkom jeziku

Die Konferenz ‘Re:Aktion – Gläubige für den Frieden in Zeiten von Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit’ fand vom 30. März bis 2. April 2017 in Lužnica, einem Zentrum für geistliche Erneuerung nahe Zagreb statt. Mehr als 70 Teilnehmende aus Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Kosovo, Montenegro, Serbien, Mazedonien. Muslime, Christen und Christinnen verschiedener Denominationen wie auch nichtgläubige Humanisten nahmen teil. 

Wir, die Gläubigen für den Frieden, nehmen wahr, dass es in unseren Glaubensgemeinschaften und Gesellschaften eine zunehmende Tendenz zu Intoleranz, Ausgrenzung und Hass sowohl aufeinander, als auch andere ethnische und religiöse Gruppen sowie auch Ausländer bzw. Flüchtlinge gibt. Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit sind zwei Formen von Gewalt, die oft mit der eigenen Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft und religiösen Tradition gerechtfertigt werden: Dann ist es Aufgabe aller Gläubigen, darauf zu antworten. 

Wir, die Teilnehmenden der Konferenz ‘Re-Aktion - Gläubige für den Frieden in Zeiten von Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit‘ erklären einander und der Öffentlichkeit, dass  wir davon überzeugt sind, dass jede Rechtfertigung von Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit, die sich auf Glauben oder religiöse Tradition beruft, zutiefst falsch und inakzeptabel ist. 

Friedensförderung auf der Basis von gleichen Rechten und dem Wert jedes Individuums erfordert ein dauerhaftes Ringen um Freiheit und Gerechtigkeit, die zentrale Botschaften in den Heiligen Schriften all unserer Religionen sind. Unsere Glaubensgemeinschaften und Kirchen widerlegen jede Rechtfertigung nationaler Überlegenheit, des Hasses auf Menschen oder Gruppen anderer Identität und weisen jegliche Versuche zurück, Furcht vor Anderen, von uns unterschiedenen Menschen auszulösen. 

Die Grundaussage unserer Glaubensüberzeugungen drückt sich in Gottes Zusage aus: Fürchte dich nicht!  Um diesem Auftrag treu zu bleiben, wenden wir uns an die Hierarchien und leitenden Geistlichen der Glaubensgemeinschaften und Kirchen und bitten sie, Abstand zu halten von jedem Versuch, Glaube und Religion mit religiöser Intoleranz, Hass oder Furcht vor Anderen in Verbindung zu bringen. Ebenso unterstreichen wir unsere individuelle persönliche Verantwortung eine Kultur des positiven Friedens, die weit mehr ist als die Abwesenheit von Krieg, in unserer örtlichen wie der weiteren Gemeinschaft  auszubilden.                                                                                
Wir teilen unseren Glauben an Gott und unser Vertrauen in die Bedeutung und Notwendigkeit des Beitrages jeder einzelnen Person um Frieden in der Gesellschaft zu erreichen – im Gegensatz zu der vorherrschenden Praxis der direkten, institutionellen und kulturellen Gewalt. Dieser Weg ist nicht einfach. Insbesondere, da uns die Geschichte als ein Kontinuum von Gewalt dargestellt wird. Gewalt und Aggression beherrschen unsere täglichen Nachrichten. Da mögen Schritte zur Friedensförderung vergeblich und utopisch scheinen. Dennoch möchten wir einander und alle Menschen ermutigen, nicht abzulassen von einem beständigen Eintreten für Frieden und gewaltfreien Widerstand gegen Gewalt, Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit. 
 
In einer Demokratie sind jede Bürgerin und jeder Bürger für ihren Staat und die Geschehnisse in ihrem oder seiner Gesellschaft und Land verantwortlich. Statt unseren leitenden Geistlichen allein die Botschaften und Aktionen im Namen je ihrer Glaubensgemeinschaften und Kirchen zu überlassen, laden wir jedes einzelne Individuum ein, seine/ihre eigene Macht wahrzunehmen und ihre eigene Verantwortung für die Friedensförderung zu übernehmen. 
  
Unser Motto lautet: Indem wir Frieden fördern, loben wir Gott. 

Beschlossen von den Teilnehmenden der Konferenz: ‘Re:Aktion – Gläubige für den Frieden in Zeiten von Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit’ 
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Vjernici za mir,
22. tra 2017. 01:02
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